Donnerstag, 27. August 2015

[Film] Buch vs. Film: Der große Trip - Wild - ⭐️⭐️⭐️/⭐️

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In diesem "Buch vs. Film"-Post möchte ich herausfinden, ob die Bücher tatsächlich immer besser sind als die zugehörigen Filme oder ob es auch mal andersherum ist. Bei Wild ist meiner Meinung nach das Buch deutlich besser, soviel schon mal vorweg. Aber wieso und weshalb, dazu kommen wir später.

Der Inhalt

Jetzt erst mal für diejenigen, die mit dem Film(Buch) nichts anfangen können, eine kurze Zusammenfassung:

Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“ ist eine Biografie von Cheryl Strayed, sie thematisiert darin die Meisterung persönlicher Probleme durch eine relativ spontane Wanderung in der absoluten Wildnis. Nach dem Tod ihrer Mutter zerbricht Cheryls Leben mehr und mehr: Fremdgehen, Drogen, Alkohol – sie ist an einem Punkt angelangt, an dem sie einfach keinen Ausweg mehr weiß. Aber Cheryl ist stark. Sie weiß, dass sie stark sein muss und sie weiß, dass sie sich einen Weg in ihr neues Leben erkämpfen muss. Dieser Weg ist der Pacific Crest Trail (PCT), der Cheryl einiges abverlangt und sie nahezu umbringt, ihr aber auch durch seine Schönheit neuen Mut gibt. Die „Königin des PCT“, wie sie später genannt werden muss, lernt mit der Zeit, dass das Leben nicht nur nimmt sondern in den schlimmsten Momenten auch wieder anfängt, zu geben.

Meine Rezension

Das Buch „Der große Trip“ hat mir sehr gut gefallen. Zum einen weil ich selbst schon lange von einer solchen Wanderung träume, zum anderen ist Cheryls Situation für mich wie auch für viele andere Menschen auf der Welt so nachvollziehbar, weil der Verlust eines Menschen oder die zerbrochene Ehe keine Seltenheit sind und schon viele Leute belastet haben. Im Pacific Crest Trail hat sie einen Ausweg gesehen und es ist bemerkenswert, dass sie diesen Gedanken dann tatsächlich in die Wirklichkeit umgesetzt hat und einfach losgewandert ist. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, war die Art, wie sie die Schwierigkeiten, die sie beim Wandern hatte, humorvoll und unfassbar ehrlich nacherzählte. Mir fällt dabei sofort ein, wie sie den Versuch beschrieb, ihren bis zum Rand vollgepackten und unheimlich schweren Rucksack, auch nur auf irgendeine erdenkliche Art und Weise aufzusetzen. Diese unglaublich sympathische, humorvolle und manchmal etwas unbeholfene Cheryl Strayed, die hat mir im Film etwas gefehlt. Das Buch hat sehr düstere, aber auch sehr schöne und witzige Seite, der Film hätte meiner Meinung nach doch etwas leichter sein können und sich nicht nur auf Cheryls dunkle Vergangenheit und ihre Anstrengungen während der Wanderung konzentrieren müssen.   

Bewertung

Das Buch bekommt von mir 4/5 Sternen, da es mir aus eben genannten Gründen sehr gut gefallen hat. Im Vergleich zum Buch erscheint mir der Film nur wie ein Ausschnitt aus der ganzen Geschichte und dadurch, dass ich das Buch zuvor gelesen habe und es für mich noch sehr aktuell war, als ich den Film gesehen habe, kamen mir einige Szenen auch etwas „nachgespielt“ vor. Während ich dem Buch jedes einzelne Wort abkaufe, hat mich der Film nicht komplett überzeugt. Dennoch ist und bleibt die Geschichte auch in der Filmversion spannend und mitreißend und für den, der keine Zeit hat das ganze Buch zu lesen ist der Film sicherlich eine gute Alternative. Daher gebe ich dem Film 3/5 Sternen.

Links
Trailer
> Wikipedia
> im Stream
> Interview mit Cheryl Strayed und Reese Witherspoon

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