Mittwoch, 5. Oktober 2016

[Film] Blair Witch Project #Horrorctober 2/13 - ⭐️⭐️⭐️⭐️

Blair Witch Project
© 1999 Artisan Entertainment. All rights reserved.































Ich gebe zu, ich habe noch nicht wirklich viele Horrorfilme in meinem Leben gesehen (deswegen ja auch der Horrorctober). Trotzdem war „Blair Witch Project“ für mich einer der gruseligsten Filme, die ich jemals gesehen habe.

Der Inhalt:

Die drei Studenten Heather, Josh und Mike haben sich vorgenommen, eine Dokumentation über die sogenannte „Blair Witch“ zu drehen. Dafür müssen sie sich in den Wald von Burkittsville, Maryland (früher: Blair) begeben. Zuvor drehen sie eine Einleitung und befragen die Anwohner nach ihrer Meinung und Geschichten zur Blair Witch. Im Anschluss bereiten sie sich weiter vor, parken ihr Auto im Wald und gehen geradewegs in diesen hinein. Was anfangs wie eine normale Waldwanderung scheint, wird schnell zum Problem. Die einzelnen Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen kristallisieren sich hier schnell heraus, und jede Nacht, die die drei in dem Wald verbringen, verstärkt deren psychische Labilität. Es scheint, als ließe der Wald und das, was in ihm lebt, seine Gäste nicht mehr los…

Blair Witch Project
© 1999 Artisan Entertainment. All rights reserved.
Blair Witch Project
© 1999 Artisan Entertainment. All rights reserved.



































Meine Rezension:

„Blair Witch Project“ war ein Vorreiter seiner Art. Denn der Film wurde ganz bewusst so inszeniert, dass der Zuschauer sich perfekt in die Situation hineinfühlen kann. Dazu gehört das Offensichtliche, und zwar dass der komplette Film aus zusammengesetztem Material besteht, welches mit Handkamera von den Protagonisten gedreht wurde („Found Footage“). Ebenso gehört aber auch der ganze Aufbau des Films dazu, beispielsweise die Befragung der Anwohner, die auf den Mythos näher eingehen und die Hexe genauer beschreiben. So blöd es auch klingen mag, dies ist der Grund dafür, dass man den ganzen Film lang Angst vor dieser Hexe hat, sie in der dunklen Nacht und sie sogar vor seinen Augen sieht, auch wenn sie niemals im Film wirklich zu sehen ist. Ebenso  unheimlich ist es, wenn die Personen mit dem kleinen Licht an der Kamera den Wald absuchen und man selbst mitsucht, jedes Mal der Meinung, man würde außer der Bäume noch eine andere Gestalt erkennen. Auch der psychische Zustand der drei Hauptakteure verschlechtert sich mit jedem Tag im Wald und die Ausweglosigkeit nimmt zu. Auch dieser psychologische Aspekt des Films kann durchaus verstörend sein. „Blair Witch Project“ wurde vor seinem Erscheinen so promotet, dass daraus nicht klar hervorging, ob es sich bei dem Film um eine wahre Dokumentation oder eine fiktionale Geschichte handelt. Die daraus entstehende Diskussion unter dem Publikum zeigt, wie lebensnah der Film auf den Zuschauer wirkt, wenn auch die Geschichte an sich sehr realitätsfern erscheint.

Meine Bewertung:

In diesem Film hat für mich fast alles gestimmt: die Schauspieler, die Atmosphäre, die Kulissen, die Kameraarbeit und sogar die einzelnen Geräusche. Es ist genial, was man alles mit dem "Drumherum" erreichen kann, ohne auch nur einmal ein Monster oder ähnliches im Film erscheinen zu lassen. Ein perfekter Film für jemanden, der sich diesen Oktober nochmal so richtig gruseln möchte. 😊

(4 von 5 Sternen)

Interessantes:

> morgen startet der 3. Teil Blair Witch zur Reihe in den Kinos (Trailer)
> „Blair Witch Project“ bei Wikipedia
> im Stream: zurzeit bei Amazon, Maxdome und Watchever in der Flatrate

Wer das mag, mag auch…

> Paranormal Activity

Kommentare:

  1. Ich weiß noch, wie ich den Film damals gesehen habe, als er auf VHS rauskam. Ich habe ihn nicht gehasst, aber gegruselt habe ich mich währenddessen auch nicht. Dann lag ich später Nachts im Bett und einige der Momente aus dem Film sind mir wieder durch den Kopf geschossen und Bumm! Ich lag wach im Bett.

    Well played, Blair Witch. Hast Du mich mit einer kleinen Verzögerung doch noch erwischt. Ich habe mir den Film allerdings auch seitdem nicht mehr angesehen. Muss ich aber demnächst mal nachholen.

    Die Special Edition DVD kam übrigens damals noch mit einem zweiten Film: "The Last Broadcast". Hat mit diesem hier nichts zu tun, ist aber auch eine Mockumentary über zwei Typen, die auf der Suche nach dem Jersey Devil spurlos verschwanden. Kann ich nur empfehlen.

    (Und danke fürs herumschrauben am Kommentarsystem. Ich bin mir sehr sicher, dass die Name/URL Option letztes Mal noch nicht da war. :) )

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    1. Na dann wird es ja für dich auch Zeit, ihn mal wieder zu sehen 😉 Ja so ähnlich war es bei mir auch. Also ich fand es währenddessen schon sehr spannend, aber der echte Grusel (bei mir immer in Form von Verfolgungswahn, wenn ich unseren langen dunklen Flur hinaufsehe ^^), der kam erst danach.
      Ok, das mit dem Jersey Devil klingt echt auch sehr spannend, davon hatte ich bisher noch gar nichts gehört.
      Supi, danke nochmal für die Rückmeldung, dann weiß ich auch, dass es geklappt hat :)

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  2. Ich weiß gerade gar nicht, hab ich dich vielleicht schon gefragt? War es das erste mal, dass du den Film angesehen hast? Wenn ja freue ich mich umso mehr, dass er dir gefallen hat, denn viele, die ihn heute zum ersten Mal sehen hat er halt aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr so aus den Socken. (psst unten steht "im Stream: zurzeit bei Amazon, Maidome" - du meinst sicher Maxdome, oder?)

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    1. Jap, genau, alle Filme, die auf meiner Liste stehen, sehe ich zum ersten Mal. Naja ich glaube ich konnte mich in den Film ziemlich gut hineinversetzen und dementsprechend hat er trotzdem sehr gut funktioniert bei mir, ich persönlich stehe auch auf die Art Horrorfilm :)
      Upsi, das wird dann gleich mal geändert 🙈😂

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