Sonntag, 30. Oktober 2016

[Film] #Horrorctober Filme #7 bis #13

Endlich habe ich es geschafft! Ich bin sehr stolz darauf, dass ich tatsächlich 13 Horrorfilme in einem Monat gesehen habe. Sicherlich hat nicht alles hundertprozentig so geklappt, wie ich es mir gewünscht hätte, aber ich bin doch froh, dass ich zumindest das erforderte Kontingent an Filmen abhakt und dabei sogar die Hälfte davon komplett auf meinem Blog rezensiert habe. Da nun aber vor kurzem wieder die Uni begann und ich mich „so ganz nebenbei“ 😉 auch noch anderen Dingen widmen musste, konnte ich den Rest der Filme hier nun nicht mehr im Einzelnen besprechen. Daher folgt hier nun leider nur eine kurze Übersicht der zweiten Hälfte meines Horrorctobers und wenn ihr euch ein ausführlicheres Statement wünscht, dann kommentiert doch einfach direkt unter diesem Post, was euch zu meiner Einschätzung noch interessieren würde. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!

> Horrorctober #7: Der Weiße Hai (1975) - ⭐️⭐️⭐️⭐️

© 1975 - Universal Pictures. All rights reserved.


Kommentar:

Der weiße Hai hat mir auch nach all den Jahren noch sehr gut gefallen. Der Film begeisterte mich mit tollen Szenen und Dialogen, die sehr interessant arrangiert wurden. Er wirkte insgesamt sehr realistisch und man fühlt sehr mit den Charakteren mit, fragt sich, wie man selbst reagieren würde, wäre man in deren Situation. Sehr lange wird das gefürchtete Wesen (es sollte wohl keine Überraschung sein, dass es sich hierbei um einen Hai handelt) nicht gezeigt, doch man fürchtet sich dadurch nur umso mehr. Außerdem sieht man die „Opfer“ zum Teil auch aus der Perspektive des Hais, was die Spannung noch um einiges erhöht. Selbst zum Ende hin, wenn der Hai, oder genauer gesagt die haiähnliche Plastik-Atrappe, genauer sieht, verschlechtert dies den Film nicht wesentlich, da alles drumherum und insbesondere die Schauspieler erstaunlich authentisch sind.

(4 von 5 Sternen)

> Horrorctober #8: Little Shop of Horrors (1986) - ⭐️⭐️

© 1986 - WB. All rights reserved.


Kommentar:

Zugegeben, ich hätte mich vor dem Zusammenstellen meiner Horrorctober-Liste durchaus ein bisschen mehr über die zu schauenden Filme informieren können. Nachdem viele Filme schon feststanden, habe ich mir auch ein paar einfach intuitiv ausgewählt. Bei „Little Shop of Horrors“ gefiel mir ganz einfach das Cover sehr gut und war eingestellt auf einen coolen 80er Horrorstreifen mit einer fleischfressenden Pflanze. Meine Erwartungen diesbezüglich wurden nur teilweise erfüllt. Denn in Wahrheit handelt es sich bei „Little Shop of Horrors“ um ein Horror-Musical und das war wiederum so gar nicht nach meinem Geschmack. Da ich den Film zusammen mit einer Freundin gesehen habe, hatten wir zwar unseren Spaß beim Schauen und wurden auch gut unterhalten, aber letzten Endes war da trotzdem nicht viel mehr Positives drüber zu sagen. Daher konnte ich dem Film leider nur 2 von 5 Sternen geben.

> Horrorctober #9: Videodrome (1983) - ⭐️


Kommentar:

Auch bei „Videodrome“ sprach mich besonders das Cover an. Leider habe ich den Film glaube ich überhaupt nicht verstanden. Ich fand ihn einfach nur verwirrend und komisch und wie ich innerhalb des Horrorctobers feststellen durfte, ist Cronenbergs Horrorstil rein gar nichts für mich. Aber dazu kommen wir dann bei „The Fly“ gleich nochmal.

(1 von 5 Sternen)

> Horrorctober #10: From Dusk Till Dawn (1996) - ⭐️⭐️⭐️⭐️


Kommentar:

„From Dusk Till Dawn“ habe ich aufgrund der Empfehlung meines Vaters gesehen und muss sagen, dass auch mir der Film sehr gut gefiel. An erster Stelle wären da natürlich Schauspieler wie George Clooney und Quentin Tarantino zu nennen, letzterer hatte übrigens auch beim Drehbuch seine Hände im Spiel. Doch auch die kleineren Rollen waren großartig besetzt. Der Film vollzieht im Verlauf eine große Wendung und auch die Charaktere machen starke Entwicklungen durch. „From Dusk Till Dawn“ kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, ein Horrorfilm, der sich nicht nur an alten Vorbildern orientiert, sondern auch eigenes ausprobiert.

(4 von 5 Sternen)

> Horrorctober #11: The Fly (1986) - ⭐️⭐️


Kommentar:

Hier nun also der zweite Cronenberg-Film, den ich im Rahmen des Horrorctobers gesehen habe. Wieder dieser eigenartigen, absurde und wirklich ekelerregende Horror, mit dem ich persönlich leider so gar nichts anfangen kann. Einen Stern mehr als „Videodrome“ hat dieser von mir nur aus zwei Gründen bekommen: 1. die Geschichte ist nachvollziehbarer und interessanter als die von „Videodrome“  und 2. Goldblums Leistung reißt hier nochmal so einiges raus, der Typ hat echt großes Talent!

(2 von 5 Sternen)

> Horrorctober #12: Cube (1997) - ⭐️⭐️⭐️


Kommentar:

Ursprünglich war geplant, dass ich an dieser Stelle „Tanz der Teufel“ bewerten würde, doch leider kam es diesbezüglich zu Komplikationen und ich entschied mich spontan, einen Film aus meinem Regal herauszuholen und einer Zweitsichtung zu unterziehen. „Cube“ hatte ich schon vor einigen Jahren gesehen und nun wurde es Zeit, die Erinnerung nochmal aufzufrischen. Ich muss sagen, dass ich den Film noch immer sehr gut finde. Durch das Abgeschiedene vom Rest der Welt lernen wir die eingesperrten Menschen sehr gut kennen und können beobachten, was passiert, wenn sich vorher unbekannte Menschen zu einer Gruppe formieren, und das in einer Extremsituation. Wir sehen sowohl Unterstützung als psychologische Probleme und deren Entwicklung, es ist schon fast eine Art Sozialexperiment. Dabei haben die Macher des Films sich bei der Konstellation der Figuren extra Personen ausgewählt, die sowohl eine Lösung als auch der Untergang für die Gruppe bedeuten können. Die Macher spielen mit unterschiedlichsten Ängsten und Gefühlen des Zuschauers, wie beispielsweise Klaustrophobie oder den unterschiedlichen Wirkungen von Farben. Das, was den Film an mancher Stelle so gut macht ist jedoch gleichzeitig das Negative daran: dadurch, das der Film knapp 90 Minuten quasi an ein und demselben Ort spielt ist irgendwann das Potenzial auch ausgeschöpft und man könnte sich schnell langweilen. Für diesen Film ist das noch okay, aber ohne sie gesehen zu haben, könnte ich mir denken, dass Teil 2 und 3 eher überflüssig sind.

(3 von 5 Sternen)

> Horrorctober #13: The Fog - Im Nebel des Grauens (1980) -⭐️⭐️⭐️⭐️

© 1980 - Twentieth Century Fox. All rights reserved.


Kommentar:

Den Abschluss meines Horrorctobers bildete heute „The Fog - Im Nebel des Grauens“. Meine Mutter hatte den Film damals im Kino gesehen und war sehr begeistert. Auch ich konnte mich heute davon überzeugen, dass der Film vieles richtig macht. Im Gegensatz zu seinem Remake von 2005, bei dem ich noch nicht mal die Zusammenhänge richtig verstanden habe, ist hier alles sehr sinnvoll und gleichzeitig spannungsgeladen inszeniert. Insbesondere die Musik und tatsächlich auch der „Nebel“ selbst unterstreichen diese Wirkung. Auch die Anfangs- sowie die Endszene haben mir äußerst gut gefallen und die schauspielerischen Leistungen waren durchweg solide. Dennoch ist auf meiner Liste der schwächste Film von denjenigen mit 4 von 5 Sternen.


Die vollständige sortierte Liste aller meiner Horrorctober-Filme findet ihr ab jetzt hier :)

Kommentare:

  1. "Der weiße Hai" muss ich mir irgendwann mal wieder ansehen. Ist schon zu lange her. (Hab eh vor, demnächst eine Spielberg Retrospektive zu machen.)

    Ich bin kein Musicalfreund, aber "Little Shop Of Horror" gefällt mir schon sehr. Alle Beteiligten hatten einfach zu viel Spaß. Das färbt dann in meinen Augen schon auf den Zuschauer ab.

    "Videodrome" und "Die Fliege" sind schon wirklich nicht für jedermann, aber das trifft wohl auf alle Cronenberg Filme zu. Selbst auf die "seriösen" Thriller und Dramen, die er heutzutage dreht. Okay, "Dead Zone" ist ziemlich Mainstreamkompatibel.

    "From Dusk Till Dawn" ist für mich ein Beweis, dass Tarantinos Filme viel besser wären, wenn nicht er, sondern jemand anderes mit viel mehr Selbstkontrolle und weniger Ego auf dem Regiestuhl sitzen würde. (Siehe auch: "True Romance" und in einem gewissen Maß "Natural Born Killers", auch wenn ich kein Fan des Films bin und von Tarantinos Drehbuch angeblich nicht viel enthalten ist.) Wenn ich mir den Film alle paar Jahre mal wieder ansehe, überrascht es mich, wie frisch er nach all den Jahren noch wirkt. (Teil 2 kann ich übrigend auch empfehlen. Der ist sehr kurzweilig , hat eine gute Besetzung und mit Scott Spiegel einen Regisseur aus dem Sam Raimi-Umfeld, der sich für keine Kameraspielerei zu schade ist.)

    "Cube" ist wirklich ein hervorragender Film. Und ja, die Sequels sind wirklich nicht gut. Auch wenn Teil 2 schon einen gewissen Unterhaltungswert und eine paar zugegebenermaßen interessante Ideen hat.

    Und "The Fog" ist ohnehin zurecht ein Klassiker. Zwar kein so genreprägender wie Carpenters "Halloween" oder "The Thing", aber selbst heute noch sehenswert.

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    1. Wow, erstmal Danke für deinen ausführlichen Kommentar.

      Ich denke allgemein, dass Filme zwar von der technischen Seite her sehr objektiv betrachtet werden können, aber es gibt auch immer noch eine zweite Ebene, bei der es auch einfach auf den persönlichen Geschmack ankommt. Oftmals kann ich auch verstehen, wieso andere einen Film mögen, er spricht mich dann aber letzten Endes trotzdem nicht wirklich an. (Ich denke hierbei an "Videodrome"/"Die Fliege")

      Bei "Little Shop of Horrors" hatte ich hingegen sicherlich auch meinen Spaß, aber ich konnte den Film als solchen trotzdem nicht besser bewerten, vielleicht auch einfach, weil ich mit komplett anderen Erwartungen da rangegangen bin..

      Gut finde ich auch deine weiterführenden Hinweise und Tipps, von denen ich sicherlich einige aufnehmen werde. Übrigens muss ich an dieser Stelle auch nochmal meine Erkenntnisse anführen: auf einen Film, den man gesehen (und sozusagen auf der Liste "abgehakt" hat) kommen mindestens zwei neue hinzu.

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